Rechtsberatung     Konfliktklärung     Kontakt   

Mediation statt Paartherapie

Es muss nicht immer eine Paarberatung oder Paartherapie sein, wenn eine Beziehung in der Krise ist. Haben Sie schon einmal daran gedacht, dass auch eine Klärung im Rahmen einer Mediation hilfreich sein könnte?

In einer Mediation kann mit einem strukturierten Verfahren für viele Beziehungsprobleme eine Lösung gefunden werden. Hier ist die Aufmerksamkeit von vornherein darauf gerichtet, welche Veränderungen oder Regeln benötigt werden, damit das Paar aus den Problemen herausfindet und sein Zusammenleben auf eine neue Basis stellen kann.

Ich arbeite in diesen Fällen gerne mit dem Konzept der Klärungshilfe. Damit können verschüttete Kränkungen und Verletzungen in einer produktiven Weise zur Sprache gebracht werden. So wird die Basis für eine positive Gestaltung der gemeinsamen Zukunft geschaffen. Manchmal sind Paare mit Ihrer Kommunikation in einem Teufelskreis gefangen. Wird er aufgedeckt, besteht die Chance der Veränderung.

Am Ende einer Mediation stehen Vereinbarungen über Veränderungen im Zusammenleben. Wichtig ist, dass mindestens eine nachsorgende Sitzung stattfindet, um zu besprechen, wie die beschlossenen Vorhaben umgesetzt wurden. Wenn etwas nicht geklappt hat, kann geklärt werden, was an den Vereinbarungen geändert oder ergänzt werden muss.

Man kann dieses Verfahren auch Paarcoaching oder Beziehungscoaching nennen.

In einer Ehe oder Lebensgemeinschaft tragen oft auch finanzielle Fragen zu Konflikten bei. Eigentumsfragen sind nicht geklärt oder die Frage, wer in welchem Umfang zum gemeinsamen Unterhalt beiträgt. In diesen Fällen kann die Beziehung mit einem Ehevertrag oder mit einem Partnerschaftsvertrag auf eine neue Grundlage gestellt werden. Dadurch erhalten die Beteiligten rechtliche Sicherheit. Solchen rechtlichen Aspekten wird in der Regel in einer Ehe- oder Paartherapie nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt.

Wenn sich während der Beratungsgespräche ergibt, dass ein Partner oder beide Partner die Beziehung nicht mehr fortsetzen möchten, kann eine Eheberatung oder eine Paartherapie in aller Regel nicht mehr weiter geführt werden. Hat man sich jedoch von Anfang an für eine Mediation entschieden, kann diese fortgesetzt werden, um gemeinsam die für eine Trennung erforderlichen rechtlichen Regelungen zu entwickeln.

Natürlich gibt es Konstellationen, in denen eine Paartherapie bei einem Psychotherapeuten die bessere Lösung ist. Falls Sie sich nicht sicher sind, welches Verfahren Sie wählen wollen, biete ich eine erste orientierende Sitzung zu einem reduzierten Honorar an. Rufen Sie mich einfach an.

06221 18 34 37


Methoden, mit denen ich arbeite.

Sie möchten wissen, welche Methoden ich bei Mediation und Coaching anwende. Bevor ich darauf eingehe will ich folgendes vorausschicken:

Entscheidend sind nicht die methodischen Ansätze, mit denen der Berater – Mediator oder Coach – arbeitet. Wichtiger ist die innere Haltung: Achtung vor der Einzigartigkeit jedes Menschen, Wertschätzung, Empathie und Optimismus, Bewusstsein des Beraters darüber, dass auch er selbst innerlich beteiligt ist.

Die verschiedene Methoden tragen dazu bei, den Beratungs- oder Vermittlungsprozess wirksam zu unterstützen. Ich arbeite je nach Situation und Aufgabenstellung mit folgenden Methoden:

  • Klientenzentrierte Gesprächsführung
  • Systemischer Ansatz
  • Konzept der Klärungshilfe
  • Arbeit mit dem inneren Team
  • Gewaltfreie Kommunikation
  • Mediation mit Stellvertretung

Die klientenzentrierte Gesprächsführung ist die Grundlage jeder intensiven Beratung oder Mediation. Sie basiert auf der von C. R. Rogers entwickelten Gesprächstherapie zurück. Daraus ergeben sich die Grundprinzipien hilfreichen menschlichen Zuhörens. Der Berater geht auf drei verschiedene Weisen auf den Klienten ein: Mit Empathie (einfühlendes Verstehen, das vom Klienten ausgedrückte Gefühl anerkennen), Wertschätzung (unbedingte Beachtung und Würdigung der Person des Klienten, emotionale Wärme) sowie Echtheit (Authentizität des Beraters, Transparenz, Selbstöffnung).

Beim systemischen Ansatz gehe ich davon aus, dass meine Mandanten selbst die Experten für die Lösungen der aufgetretenen Probleme sind. Zunächst ist die präzise Auftragsklärung wichtig. Was soll mit der Mediation oder im Coaching erreicht werden? Ich unterstütze meine Mandanten, ihre individuell passenden Lösungen zu finden. Das geschieht u.a. mit verschiedenen Fragetechniken. Es geht darum, die eigenen Ressourcen herauszuarbeiten und zu aktivieren.

Das Konzept der Klärungshilfe wurde maßgeblich von Christoph Thoman entwickelt. Es eignet sich besonders gut, für innerbetriebliche Mediationen oder wenn in einer privaten oder beruflichen Beziehung geklärt werden soll, ob und wie ggf. die Beziehung fortgeführt werden kann. Der Klärungshelfer / Mediator hilft dabei den Beteiligten, verborgene Konflikte zu erkennen oder die hinter offenen Konflikten liegenden verborgenen Probleme herauszuarbeiten. Das Motto lautet: Klarheit und Wahrheit! Sind die verborgenen Problemkonstellationen identifiziert, können sie angegangen werden.

Die Arbeit mit dem inneren Team bietet sich vor allem an, wenn eine schwierige Entscheidung ansteht. Dann melden sich verschiedene Stimmen in uns. Jede sagt uns etwas anderes, eine beispielsweise: „Da gehst du zugrunde, kündige und suche einen neuen Job“. Eine zweite Stimme: „Du bist nur kurz da, bleibe noch. Du kannst hier noch einiges lernen“. Eine dritte Stimme vielleicht: „Diesen Beruf will ich ohnehin nicht ewig machen“ usw. Das macht die Entscheidung schwierig. Zur Klärung benennen und visualisieren wir all diese Stimmen und machen sie zu unseren Ratgebern. (Inneres Team nach Schulz von Thun)

Die Methode der gewaltfreien Kommunikation befähigt uns, unsere Interessen so zu vertreten, dass uns die anderen Personen in guter Weise wahrnehmen und akzeptieren können. Besteht die Gefahr, dass wir einen heftigen Konflikt auslösen, wenn wir unser Anliegen äußern, hilft diese Art der Gesprächsführung sehr gut weiter. Dabei heißt es: Von Tatsachen ausgehen, anstatt von Wertungen; zu den eigenen Gefühlen und Bedürfnissen stehen! Und danach: Auch die möglichen Gefühle und Bedürfnisse und des anderen sehen und eventuell ansprechen.
(Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg)

Mediation in Stellvertretung ist eine besondere Form des Coachings. Sie bietet sich bei einem Konflikt zwischen zwei Personen an. Dabei wird ein zweiter Coach hinzugezogen, der zeitweise in die Rolle der nicht anwesenden anderen Person schlüpft. Dabei erleben wir Überraschendes, beispielsweise, dass der neue Arbeitskollege, der so arrogant mit einem umspringt, aus Unsicherheit und Angst heraus handelt. Solche Erfahrungen weiten den Blick und eröffnen die Möglichkeit, sich anders zu verhalten. Diese Methode kann auch eingesetzt werden, wenn jemand mit dem Konfliktpartner gerne eine Mediation durchgeführt hätte, der Partner dafür aber nicht zur Verfügung steht. (Mediation in Stellvertretung, entwickelt von Ch. Hatlapa und K. Sander)


Coaching

Willkommen auf meiner Seite Coaching!

Sie befinden sich in einem beruflichen oder privaten Konflikt und suchen professionelle Hilfe. Ich berate Sie rechtlich und unterstütze sie gleichzeitig persönlich. Sie möchten wissen, was Sie tun dürfen und welche Handlungsmöglichkeiten es gibt. Beratung und Unterstützung in diesen Situationen, das verstehe ich unter Coaching.

Beratung und Coaching anstatt einer Mediation biete ich auch an, wenn die anderen Beteiligten an einem Konflikt nicht bereit sind, sich mit Ihnen an einen Tisch zu setzen. Sie können dann mit mir eigene Handlungsalternativen entwickeln, z .B. durch Mediation mit Stellvertretung (vgl. Methoden, mit denen ich arbeite).

Befinden Sie sich in Ihrer Partnerschaft in einer schwierigen Phase oder in einem Konflikt, biete ich eine Paarmediation an, die man auch als Paarcoaching oder Beziehungscoaching verstehen kann.

Als Coach verbinde ich psychologische Ansätze zur Klärung schwieriger Situationen mit juristischen Kenntnissen und meinen langjährigen Erfahrungen als Anwalt. Über die Methoden, mit denen ich arbeite, erfahren Sie hier mehr:
Methoden




FAQ zur Mediation


Was ist Mediation?

Wie läuft das Mediationsverfahren ab?

Co-Mediation

Was bedeutet der Zusatz BAFM?

Was kostet ein Mediationsverfahren?

Wie lange dauert ein Mediationsverfahren?

Sind die Ergebnisse der Mediation rechtlich verbindlich?

Wie kann ich mich davor schützen, über den Tisch gezogen zu werden?







FAQ - Was kostet ein Mediationsverfahren?

Mein Durchschnittssatz für eine Trennungs- oder Scheidungsmediation beläuft sich auf 160.- €, zuzüglich Mehrwertsteuer, pro Zeitstunde. Aus sozialen Gründen bin ich in bereit, den Stundensatz bis auf 100.- € netto zu vermindern.

Wenn Sie sich noch nicht sicher sind, ob Sie die Mediation mit mir durchführen möchten, biete ich eine erste Sitzung zu einem reduzierten Stundensatz von 100 € brutto an.

Wenn es um Paarmediation oder Paarcoaching geht, bei der die juristischen Kompetenzen nicht oder kaum gefragt sind, beträgt der Stundensatz in der Regel 100 € netto.

Bei einer Wirtschaftsmediation, Teamklärung oder ähnlichem mache ich Ihnen einen Kostenvoranschlag, wenn einige Vorfragen geklärt sind: Gegenstand und Schwierigkeit der Mediation, wie viele Personen teilnehmen, wo die Sitzungen stattfinden und ob ich Vorarbeiten oder Nacharbeiten übernehmen muss, z.B. Protokolle erstellen?


« älter