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Ist guter Rat teuer?

Die Erfahrung zeigt: Viele gehen gar nicht oder zu spät zum Anwalt, weil sie die Kosten scheuen.

Wer Mitglied in der Gewerkschaft ist, erhält dort kostenlosen Rechtsschutz in Angelegenheiten des Arbeits- und des Sozialrechts. Also rechtzeitig überlegen, ob man nicht doch in die zuständige Gewerkschaft eintreten sollte! Mitglieder des Mieterbundes erhalten in der Regel kostenlosen Rechtsrat in Mietsachen. Oft gibt es auch bei den Verbraucherzentralen eine Rechtsberatung gegen geringe Gebühr. Für Personen mit niedrigen Einkommen haben die Anwaltsvereine in großen Städten manchmal kostenlose Rechtsberatungsstellen beim Amtsgericht eingerichtet.

Wer nur ein niedriges Einkommen hat (insbesondere bei Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe), erhält beim Amtsgericht des Wohnortes einen Beratungshilfeschein. Das geringe Einkommen muss belegt werden. Falls vorhanden reicht z.B. der Bescheid über Arbeitslosengeld. Der Rechtsanwalt erhält dann vom Gericht eine Gebühr für die Beratung und für einen notwendigen Brief oder ein Telefonat.

Ansonsten gilt für die Beratungsgebühren des Anwalts folgendes: Das Honorar für eine Beratung muss mit dem Anwalt vereinbart werden. Wird nichts vereinbart, so erhält der Rechtsanwalt die übliche Gebühr. Das bedeutet, dass im Streitfall das Gericht eine angemessene Gebühr festsetzt. Im Allgemeinen dürften die Rechtsanwälte Stundensätze von 100.- bis 200.- EUR verlangen. Das Honorar darf aber bei Verbrauchern für eine erste Beratung nicht mehr betragen als 190.- EURO plus Mehrwertsteuer. Nur wenn sich die Beratung über mehrere Termine (auch telefonisch) erstreckt, kann sich ein höheres Honorar ergeben.

Sie sollten also den Rechtsanwalt vor der Beratung fragen, welches Honorar er verlangt.

Wenn Sie den Rechtsanwalt mit Ihrer Vertretung beauftragen, wird nach Gegenstandswert abgerechnet. Eine Vertretungstätigkeit liegt schon dann vor, wenn der Rechtsanwalt für Sie etwas telefonisch klärt oder wenn er einen Brief schreibt. In diesen Fällen ist das Rechtsanwaltshonorar umso höher, je höher ihre einzuklagende Forderung ist. Fragen Sie immer vorher, was kosten wird!